Abschied braucht Rituale

In Zeiten von Reizüberflutung und Globalisierung hat sich vieles Wesentliche verflüchtigt. Wenn ein Mensch stirbt, verändern sich alle, die von diesem elementaren Ereignis betroffen sind. Auch die eigene Vergänglichkeit steht im Raum. Plötzlich wird klar, wie wichtig jeder einzelne Moment im Leben ist und dass viele Entscheidungen eine Bedeutung haben, die wir erst nachträglich erkennen. In allen menschlichen Kulturen wurde der Tod mit Ritualen gefeiert. Auch die Trauerkultur unterliegt dem Wandel der Zeit. Momente der Stille und Besinnung sind heute besonders wichtig.

Auf Wunsch spricht der Pfarrer für den Verstorbenen am Sterbebett ein letztes Mal den Segen. Alternativ kann, je nach örtlichen Gegebenheiten, am Sterbebett oder aber später im Sarg in einem dafür geeigneten Raum eine sogenannte Abschiednahme im engsten Kreis der Angehörigen stattfinden.

Bei der Trauerfeier kommen dann alle zusammen, die den Verstorbenen geliebt oder geschätzt haben. Sie erinnern sich gemeinsam und verleihen ihrer Trauer Ausdruck und Form. Abschiedsfeiern folgen heute nicht mehr steifen Normen. Sie sollen dem Wesen der verstorbenen Person entsprechen und allen Anwesenden die Chance geben, das Unfassbare zu begreifen. Bei der Planung Ihrer Trauerfeier können Sie auf Ihre innere Stimme vertrauen. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie oder mit uns, was dem Menschen, den Sie verloren haben, besonders wichtig war. Denn jeder Abschied ist so einzigartig wie das beendete Leben.