Wie erkläre ich meinem Kind das Ende des Lebens?

Eltern möchten ihre Kinder beschützen und ihnen ein sorgenfreies Leben ermöglichen. Zu dem gut gemeinten Versuch, sie vor allem Traurigen zu bewahren, gehören im Trauerfall auch Sätze wie „Opa schläft nur …“. Bei einem Kind kann dieser Satz jedoch eine tiefe Verunsicherung auslösen. Denn vielleicht entwickelt es jetzt jeden Abend Angst vor dem Einschlafen oder sorgt sich, dass seine kleine Schwester nie wieder aufwacht.

Kinder sind neugierige Wesen, sie haben die Tabuthemen der Erwachsenen noch nicht verinnerlicht. Es ist wichtig, Kinderfragen ernst zu nehmen und auch wahrheitsgemäß zu beantworten. Denn Kinder haben ein ausgeprägtes Gespür dafür, wann Erwachsene nicht die Wahrheit sagen. Sie spüren auch die Trauer der eigenen Eltern und müssen lernen, mit diesen Gefühlen umzugehen. Ziehen Sie sich nicht in Ihren eigenen Schmerz zurück, sondern finden Sie für die Familie gemeinsame Rituale, um das Gedenken an den Verstorbenen aufrechtzuerhalten. Kinder verstehen Bilder besser als Worte ‒ suchen Sie nach Verständigung. Ihr Kind ist in der ersten Trauerphase sehr liebesbedürftig. Wenn Sie Ihre Zuwendung jetzt besonders zeigen, hat das eine beruhigende und heilende Wirkung nicht nur auf Ihr Kind, sondern auch auf die ganze Familie.

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